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Donauwasser für das Marchfeld

28. August 2025

Das Marchfeldkanalsystem leistet seit mehr als drei Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag für die Landwirtschaft, die Umwelt und die Bevölkerung im Marchfeld. Davon konnte sich die Bezirkshauptfrau Mag. Pfeiler-Blach und ihr Stellvertreter Mag. Merkatz bei einem Kennenlerntermin vor Ort überzeugen.

Neben der Vorstellung der Betriebsgesellschaft standen auch die Aufgaben und Ziele des Marchfeldkanalsystems sowie eine Besichtigung des nahegelegenen Kleinwasserkraftwerks und einer Grundwasseranreicherungsanlage auf dem Programm.

Begrüßt wurden die Gäste von Geschäftsführer DI Franz Steiner, begleitet von Prokurist DI Harald Weyermayr sowie Betriebsleiter Ing. Robert Ablinger. Auch Vertreter des Aufsichtsgremiums, dem Kuratorium der Betriebsgesellschaft, nahmen an dem Termin teil. Angeführt vom Vorsitzen Bürgermeister Bernhard Wolfram aus dessen Stellvertreter Bürgermeister Hans Zimmermann und DI Martin Angelmaier vom Amt der NÖ Landesregierung.

DI Franz Steiner, DI Martin Angelmaier, Bgm. Bernhard Wolfram, Mag.a Claudia Pfeiler-Blach, DI Harald Weyermayr, Bgm. Ing. Johann Zimmermann, Mag. Wolfgang Merkatz

Die Präsentation zeigte die Bedeutung des Marchfeldkanalsystems für die Region. Es stellt nicht nur die nachhaltige Wasserversorgung im Marchfeld sicher, sondern erfüllt auch Aufgaben in den Bereichen Hochwasserschutz, Grundwasseranreicherung, Naturschutz sowie Freizeit und Naherholung. Mit einer Länge von rund 100 Kilometern und gezielten Maßnahmen zur Steuerung von Donauwasser leistet das System einen wichtigen Beitrag zur landwirtschaftlichen Nutzung, zur Biodiversität und zur Lebensqualität in der „Kornkammer Österreichs“. Das Marchfeldkanalsystem besteht dabei aus 4 Gerinnen, dem neu errichteten Marchfeldkanal, dem ab Deutsch-Wagram adaptierten Russbach, dem neuen Obersiebenbrunnerkanal und dem ausgebauten Stempfelbach.

Auch aktuelle Herausforderungen wurden thematisiert. So führten die extremen Niederschlagsereignisse und Hochwasser im September 2024 zu besonderen Betriebsführungen der Anlagen. Das Marchfeldkanalsystem war jedoch dank der großzügigen Dimensionierung und Steuerbarkeit zu keinem Zeitpunkt gefährdet und konnte die Region durch zusätzlichen Pumpbetrieb entlasten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Grundwasseranreicherung. Durch Versickerungsanlagen und gezielte Steuerungen wird das Wasser aus der Donau ins Grundwasser eingebracht, um die langfristige Verfügbarkeit zu sichern und die landwirtschaftliche Nutzung im Marchfeld zu ermöglichen.

Im Anschluss an die Präsentation bestand Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch sowie zu einer gemeinsamen Besichtigung des neuen Kleinwasserkraftwerks, welches als Wasserkraftschnecke ausgeführt wurde. Dieses einzige Wasserkraftwerk im Bezirk leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. Das Treffen bot damit eine wertvolle Plattform, um die Zusammenarbeit zu vertiefen und die künftigen Herausforderungen im Bereich Wasserwirtschaft und Klimaanpassung zu diskutieren.