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Neophytenmanagement – Bekämpfung von Bambus für mehr Artenvielfalt

18. August 2026

Bambus ist nicht immer harmlos: Entlang des Marchfeldkanals in Langenzersdorf wird ein rund 2.000 m² großer Bambusbestand im Rahmen eines von der IUCN geförderten Naturschutzprojekts entfernt. Ziel ist es, die heimische Pflanzenwelt zu schützen und die ökologische Vielfalt des Gewässerraums langfristig zu stärken.

Bambus ist als Zierpflanze beliebt, kann sich jedoch – abhängig von der Art – unkontrolliert ausbreiten. Insbesondere ausläuferbildende Arten der Gattung Phyllostachys entwickeln weitreichende unterirdische Rhizome. Dadurch können sie innerhalb kurzer Zeit große Flächen besiedeln und dichte Bestände bilden, die heimische Pflanzen verdrängen. Die Folge: Die Vielfalt der Ufervegetation nimmt ab und wichtige Lebensräume für heimische Tiere gehen verloren. Im Gewässerumfeld können sich zudem Veränderungen der Bodenverhältnisse und Beeinträchtigungen der natürlichen Uferfunktionen ergeben.

Naturschutzprojekt am Marchfeldkanal

Der Marchfeldkanal ist nicht nur eine wichtige wasserwirtschaftliche Infrastruktur, sondern auch ein wertvoller ökologischer Lebensraum. Um diese Funktion zu erhalten, wird der bestehende Bambusbestand in Langenzersdorf im Rahmen eines von der IUCN geförderten Projekts gezielt und nachhaltig bekämpft.

Die Maßnahmen umfassen die mechanische Entfernung der Pflanzen einschließlich ihrer unterirdischen Rhizome. Anschließend sollen die betroffenen Flächen durch geeignete Bodenmaßnahmen und die Wiederansiedlung heimischer Vegetation ökologisch aufgewertet werden. Regelmäßige Kontrollen sollen sicherstellen, dass sich der Bambus nicht erneut ausbreitet. Mit der Entfernung des Bambus wurde jetzt begonnen. Die Entfernung des Wurzelwerks erfolgt in den Wintermonaten.

Mit dem Projekt setzt die Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal ein wichtiges Zeichen für den Schutz der heimischen Biodiversität. Denn naturnahe Uferbereiche mit standortgerechten Pflanzen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und tragen dazu bei, den Marchfeldkanal als ökologischen Korridor langfristig zu erhalten.

Gemeinsam Lebensräume schützen

Das Projekt soll auch das Bewusstsein für die ökologischen Risiken bestimmter Zierpflanzen stärken. Es zeigt, wie wichtig es ist, invasive Pflanzenbestände frühzeitig zu erkennen und fachgerecht zu bekämpfen, bevor sie sich weiter ausbreiten.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website der IUCN: Sustainable removal of invasive bamboo in Langenzersdorf, Austria – IUCN SOS